Bautagebuch

Den richtigen Grundriss finden

Unsere Vorstellungen vom Grundriss unseres Bungalows hat sich natürlich erst mit der Zeit herausgebildet. Es war uns sehr wichtig, dass alle Räume ebenerdig zu erreichen sind. Da meine Schwiegereltern im Alter beide nicht mehr gut zu Fuß waren und später sogar auf einen Rollstuhl angewiesen waren, waren wir uns schon früh darüber einig.

Es gibt zwar akutell keinen besonderen Grund dafür, aber wir wollen Treppen meiden. Trotzdem soll unser Haus die „üblichen“ Räumlichkeiten haben. Das heißt neben Wohn- und Eßzimmer, Küche, Schlafzimmer und Bad auch 2 Kinderzimmer / Büros und Nebenräume, die sonst in einem Keller untergebracht sind.

Hier begann unser Problem, einen passenden Grundriss zu finden. Ich würde die, die wir in Büchern, Katalogen von Fertighausherstellern oder im Internet sagen, in zwei Kategorien einteilen.

– Paarhäuser: Praktisch und klein, 90 bis 120m² oder

– Architektenhäuser: besonders, groß und unbezahlbar, 150 und viel mehr m²

Die „Paarhäuser“

Bei diesen Bungalows sind meinst nur Wohn- und Eßzimmer, Küche, Bad und ein Schlafzimmer auf einer Ebene. Zusätzliche Räume sind im Keller untergebracht oder fehlen ganz. Hier und da findet man noch ein Kinderzimmer. Damit hat es fast den Grundriss eines größeren Einfamilienhauses mit zwei Etagen ohne die zweite Etage.

Für uns ist dies nicht ausreichend. Wir benötigen in jedem Fall einen Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine, Trockner, Tiefkühltruhe und genug Abstellfläche für alles mögliche. Denn ohne Keller und ohne Dachboden muss alles in der Wohnung Platz finden. Wir rechnen mit viel Besuch, der auch über Nacht bleibt und auch einmal ein paar Tage mehr bei uns wohnt. Zudem planen wir unser Haus in einer ländlichen Gegend und auch der Wiederverkaufswert spielt eine Rolle. Ohne Kinderzimmer – mindestens zwei – wäre es schwer, das Haus gut zu verkaufen.

Die „Architektenhäuser“

In Büchern werden oft Grundrisse mit mehr Quadradmetern gezeigt. Meist sind es prämierte Häuser oder eine Zusammenstellung besonderer Hausideen. Sie sind wunderschön und inspirieren. Leider sind sie meist für den Otto-Normal-Bauer unpraktisch, ungeeignet und unbezahlbar.

Viele dieser Häuser sind so offen gestaltet, dass der Postbote schon sehen kann, was es heute zu essen gibt.